Barfuss-Schule in Sambia

Liebe Freunde, Förderer und Partner der Barfuss Schule! 

Die Barfuss Schule durfte ihren grossen Geburtstag feiern. 1996 hatte Franziska Dällenbach die Not von Kindern in den Dörfern und auf den Farmen der Kavu Gegend erkannt und die Barfuss Schule ins Leben gerufen. Zu unserer grossen Freude konnte sie den zwanzigsten Geburtstag mit uns feiern. Es war ein richtiges Fest, welches mit einem Gottesdienst begann.

 Franziska und unsere langjährige Freundin, Dr. Anna Reber, die aus der Schweiz angereist kamen,  haben natürlich daran teilgenommen, Franziska als Ehrengast. Sr Mirriam Nkole, die die Schule leitet,  und ihr Team, hatten wirklich ein ganz grosses Programm erstellt mit Liedern, Tänzen, Spielen und sogar einer Modeschau, bei der die Miss Anniversary gewählt wurde. Alle Teilnehmerinnen bekamen einen Preis. Danach wurde das Geschenk der Stiftung für die Schule enthüllt: ein Yamaha Keyboard. Das wird jetzt viel gebraucht für den Musikunterricht.

Für alle, Kinder, Eltern und Gäste,  gab es ein leckeres Mittagessen und zum Abschluss den Festtagskuchen, den Mrs Dällenbach anschneiden musste, was sie ganz elegant und gekonnt erledigte.

Ein anders Ereignis war Nelson Kaseba‘s Diakonatsweihe. Nelson war einst Barfussschüler bei uns. Er ist auch während seiner Ausbildung seiner Schule treu geblieben und wann immer er frei  war, kam er und hat ausgeholfen. Die Kinder konnten besonders von seinen Computerkenntnissen profitieren.

Hier ist Sr. Mirriam Nkole mit einigen ihrer Barfüssler.  

Die Kinder haben mit ihren Tänzen und ihrem Singen die Gäste erfreut. Während der Feier flüsterte mir jemand zu: „Wir in der Barfuss Schule sind sehr stolz auf Sr. Mirriam.“ Das drückte die gelöste und fröhliche Stimmung sehr gut aus.

Feiern brauchen Vorbereitungen, dabei war die gute Zusammenarbeit der Barfuss Schule mit Eltern und Angehörigen eine grosse Hilfe. Der aktive Einsatz war eine Ermutigung für Lehrer und Kinder. Versammlungen der Eltern/Pflegeschaft finden regelmässig statt. Belange der Schule, Probleme, Möglichkeiten  zur Weiterentwicklung und Instandhaltung der Gebäude werden dabei besprochen.

Wir sind sehr dankbar über mehrere grössere Spendendie unsere Wasserversorgung verbessert haben. Ein Tiefbrunnenprojekt konnte in Angriff genommen werden. Die erste Grabung war erfolglos, aber beim zweiten  Versuch, an einer anderen Stelle, sprudelte das Wasser.  Ein solides Gestell trägt heute den 5000 l fassenden Tank, in den das  Wasser jeweils hinauf gepumpt wird. Das Foto zeigt, wie der Tank auf das Gestell „gerollt“ wird. Es sah recht gefährlich aus, aber alles ging gut.

Da wir nun zuverlässiger Wasser haben, wurde unser Garten erweitert. Vermehrt arbeiten die Kinder darin als Gartenbauer, neben Schreinern und Nähen.  Auf dem Markt konnten wir bereits Tomaten und Kohlköpfe verkaufen. 

Nach 20 Jahren machen sich natürlich auch Abnutzungserscheinungen bemerkbar. Reparaturen werden immer wieder notwendig sein. Das Dach war undicht geworden und musste ersetzt werden. Dies hat sich in der letzten Regenzeit sehr gut bewährt.  Ziegelsteine in den Mauern fingen an zu bröckeln und mussten frisch verputzt werden.  Ein neuer Anstrich lässt die Barfuss Schule schon von weiten hell und sauber erscheinen. Unser Schreiner repariert defekte   Schulmöbel und die Tische im Speisesaal selber

Das Wichtigste an der Barfuss Schule aber sind unsere Kinder. Oft mussten sie in jungen Jahren schon viele Schwierigkeiten überwinden. Die Barfuss Schule gibt ihnen eine gute Grundlage, die ihnen eine Chance für eine bessere Zukunft bietet. Die tägliche Mahlzeit hilft, den Kopf aufnahmefähig  zum  Lernen zu machen. Neben den normalen Schulfächern  sind auch  Freizeit-Fächer sinnvoll, ebenfalls die Einführung zu Computern.  Sport wird nicht vernachlässigt und Treffen mit anderen Schulen zum Fussball oder Netzball sind sehr beliebt. Die Pfadfinder haben an einem Camp teilgenommen, wo sie mit anderen Pfadfindern zusammen arbeiteten und neue Fertigkeiten gelernt haben. In verschiedenen Gruppen durften die Kinder an Seminaren teilnehmen,  in denen Wege aufgezeigt wurden, die sie befähigen, in bestimmten Situationen klug zu reagieren.

Wir haben uns gefreut, dass alle unsere ‚Oberklässler‘ auch in diesem Jahr den Sprung in die 8. Klasse geschafft haben. In den Schulferien kommen sie zurück und helfen im Garten und auf dem Maisfeld oder beim Maisschälen. Ihre Anghörigen sind dankbar, dass es und möglich ist, ihnen somit ihr Schulgeld weiterhin zu bezahlen.

Ganz besondere Anerkennung verdienen unsere Lehrer/innen. Sie unterrichten ganztägig und sind immer wieder bereit für zusätzliche Aufgaben. Ihr Interesse an jedem der Kinder und seiner persönliche Geschichte, schafft Selbstvertrauen und Mut.

Es ist die Unterstützung durch Sie, unsere Freunde und Partner,  die unsere Barfuss Chisankano Schule viele Jahre lang möglich gemacht haben und sie weiterhin funktionsfähig halten. Wir alle danken Ihnen von Herzen und wünschen Ihnen und Ihren Lieben  Gottes Segen und Schutz.

Mit herzlichen Grüssen von allen Barfüsslern, und

         Sr. Gabrielle.