Barfuss-Schule in Sambia


Barefoot Chisankano – ‘die etwas andere’Schule!

Liebe Freunde und Förderer,

Als Franziska Dällenbach 1996 mit den ersten 36 Kindern die Barfussschule eröffnete, da standen die Ziele fest: benachteiligten Mädchen und Jungen zu helfen; die Brücke zum offiziellen Erziehungswesen wieder herzustellen; Grundkenntnisse in lesen, schreiben und rechnen zu vermitteln; jungen Menschen zu helfen ein Selbstwertgefühl zu entwickeln. Diese Ziele sind auch heute noch ausschlaggebend für unsere Arbeit mit unseren Kindern. 





Lassen wir die Jungen und Mädchen selber zu Wort kommen:

 





Lungu

Meine Eltern sind tot und ich wohne bei meiner Tante.Aber mein Onkel kann michnicht leiden und sagt, dass ich eine Belastung für die Familie bin. Ich werde immerfort ausgeschimpft und habe keinen Frieden im Haus, egal wie sehr ich mich anstrenge. Dabei will ich doch lernen und später etwas Ordentliches machen. Nur in der Barfussschule bei meinen Lehrern und Freundinnen habe ich Frieden.

Mulenga:

 

Als meine Eltern gestorben waren hat meine Grosstante mich von der Luapula Provinz nach Kavu gebracht um mich in die Barfussschule zu schicken. Darüber bin ich sehr froh denn ich möchte ein besseres Leben haben und anderen helfen können. Es ist schwierig für mich genug zu essen zu finden, aber ich danke Gott weil ich jetzt lesen und schreiben kann.

 

Mwansa:

 

Mein Vater ist tot. Meine Mutter lebt in der Nord Provinz und konnte es sich nicht leisten mich in die Schule zu schicken.So kam ich zu meiner blinden 

 

Grossmutter. Sie geht auf die Strasse und bettelt um Hilfe. Jetzt bin ich in der

Barfussschule und denke, dass das Leben sich bessern wird.

Mwamba


Meine Mutter starb als ich 14 Jahre alt war und mein Vater folgte ihr 2 Jahre späterJetzt lebe ich bei meiner Tante die blind und lahm ist. Ich bin so dankbar, dass ich in der Barfussschule lernen kann, denn das ist meine Chance für eine Ausbildung.

Musunga

  

Wir sind 8 Kinder in meiner Familie. Weil meine Eltern blind sind haben sie keine

Möglichkeit mich in eine  Schule zu schicken wo

Schulgeld, Uniform und

Schuhe Vorschrift sind. Manchmal ist die Mahlzeit in der Barfussschule das Einzige das es zu essen gibt.

Mofya  











Ich bin der Jüngste von 7 Geschwistern und lebe bei meiner älteren Schwester. Meine Mutter starb als ich 2 Jahre alt war und mein Vater ist arbeitslos. Wir sind arm, aber durch die Barfussschule kann ich eine Schulbildung bekommen und wenn ich

erwachsen bin, dann kann ich auch Dinge ändern. 

 

Chibuye

  

Ich war ein paar Monate alt als mein Vater starb. Meine Mutter hatte eine schwere Zeit für uns 5 zu sorgen und oft vergingen Tage an denen wir nichts zu essen hatten. Als ich älter wurde wollte ich unbedingt in die Schule gehen, aber das war unmöglich. Dann erzählte jemand meiner Mutter von der Barfussschule. Hier wurde ich nicht nur liebevoll aufgenommen, ich

bekam auch die Gelegenheit das Leben anders zu sehen und mit anderen Kindern zusammen zu sein. Wenn ich zurückschaue, dann sehe ich Kummer und Schmerzen, doch jetzt sehe ich zuversichtlich in die Zukunft.  Danke Barefoot und Dank allen die diese Schule möglich machen.  

Mulenga

  

Unser Leben stürzte zusammen als der Vater starb. Die Verwandten wollten uns nicht aufnehmen und unsere

Mutter konnte uns nicht alle versorgen. So kamen meine kleine Schwester und ich zu unserer Grossmutter und sind froh in die Barfussschule gehen zu können. Aber es ist schwierig Hausaufgaben zu machen, denn meine Grossmutter meint dann, dass ich faul bin und nicht arbeiten will. Um des lieben Friedens willen tue ich alle Hausarbeit, auch wenn ich dann nicht so viel für die Schule tun kann. Aber ich bin sicher, dass ich im Leben erfolgreich sein werde, denn diese Schule ist eine Säule der Hoffnung und eine Quelle des Trostes. Gott segne sie.

 

Das Programm in Community Schools läuft für vier Jahre. Nach der 4. Stufe schreiben unsere Kinder die nationale Abschlussprüfung der Grundschulen in der benachbarten Yengwe Schule. In den vergangenen Jahren haben alle unsere Schüler/innen diese Prüfung bestanden und sind in die 8. Klasse der Yengwe Schule aufgenommen worden. Damit sind sie eingegliedert in das normale Erziehungswesen. Allerdings wird in diesen Schulen Schulgeld verlangt. Da die Barfüssler durchweg aus armen Verhältnissen kommen hilft die Barfussschule aus, und bezahlt das Schulgeld bis zur 9. Klasse. Danach findet wieder ein nationales Auslese Examen statt, das die jungen Menschen für die dreijährige weiterführende Sekundarschule qualifiziert. Mit dem Abschluss der 9. Klasse haben sie ein Fundament auf dem sie aufbauen können. Manchmal finden sich dann auch Verwandte, die weiter helfen.

 

Durch eure grosszügige Hilfe war es in diesem Jahr möglich fünf Mädchen und neun Jungen die Sekundarschule zu sponsern. Auch studieren drei unserer Ehemaligen an der Universität und bereiten sich auf den Lehrberuf vor. Währen der Semesterferien kommen sie immer zur Barfussschule und helfen mit allen anfallenden Arbeiten, sei es pflanzen oder Unkraut jäten, putzen oder anstreichen, oder Nachhilfe Unterricht geben!

Was Franziska Dällenbach vor über 22 Jahren anfing, lebt weiter mit Hilfe unserer Freunde und Förderer. Unsere jungen Leute sind ein beredtes Zeugnis dafür. Im Namen aller in der Barfuss Chisankano Community School sagen wir ein herzliches Danke und wünschen Ihnen Gottes Schutz und Segen.   

                                             Sr. Gabrielle OP.