Geschichte

Die Barfuss-Schule hat eine neue “coordinatorin” vor Ort: Sr Martha Phiri OP.

Da es langsam eng wird in der Schule, werden zwei neue Schulzimmer erstellt. Bereits wurde der Grundstein gelegt, so dass die Räume dann im ersten Halbjahr 2019 bezogen werden können. Ebenso wurde im April 2018 die Schreinerei mit neuen Werkzeugen ausgestattet.

Dank dem Erlös aus dem Strick-Projekt in Arosa konnten an der Barfuss-Schule die ersten Sonnenkollektoren für die Wasserpumpen in Betrieb genommen werden. Somit haben die Stromausfälle keine Auswirkung mehr und die Wasserpumpen können stets arbeiten.

Die Barfuss-Schule feiert das 20-jährige Jubiläum. Am grossen Jubiläumsfest haben nicht nur ehemalige Schüler und Schülerinnne teilgenommen, sondern auch Fraunziska Dällenbach ist dafür nach Afrika gereist. 


Ebenso wurde in diesem Jahr ein eigener Wasserturm gebaut. Damit ist die Barfussschule nun unabhängig vom Convent. So wurde das erste Mal neben der Schule ein ganzes Feld Tomaten angebaut. Sie sind eine willkommene Abwechslung zum Ntschima (Maisbrei). Bei einer Überproduktion kann sogar ein Teil der Erne verkauft werden.

20 Jahre Barfussschule (2016)

In Sambia fanden, nach dem plötzlichen Tod vom amtierenden Präsidenten, Wahlen statt. Das Einholen der Stimmzettel gestaltete sich, jetzt in der Regenzeit, als ein schwieriges Unterfangen, da die Strassen in die entlegensten Teile oft nicht passierbar sind. Für uns, in der Schweiz, im Computerzeitalter ist dies nicht mehr vorstellbar. Inzwischen ist klar geworden, dass von den 11 Kandidaten Edgar Lungu das Rennen gemacht hat. Leider, fast natürlich in Afrika, wurden die Wahlen von Betrugsvorwürfen überschattet, welche sofort von der Gegenpartei widerlegt worden sind. Mit dem neuen Präsidenten wünschen wir Sambia, dass das Land einer ruhigen Zeit entgegen blicken darf.

Die Barfussschule hat nun mit  208 Kindern ein neues Rekordjahr erlebt und platzt damit eigentlich aus allen Nähten. Das heisst die 5 Klassenzimmer sind damit übervoll.

Aus Sicht der Stiftung war es sicher ein wichtiges Jahr, konnte doch Simone Schawalder die Schule besuchen und sich vor Ort überzeugen, dass die Leitung bei Sr. Martha in guten Händen ist. Die Schule wird nach wie vor im Sinne von Frau Dällenbach geführt.

Auch weitere Besuche gehören zum Alltag. Im 2013 waren das eine Jugendgruppe aus Minnesota, USA war im Juni bei uns und hat in der Halle und in einem Klassenzimmer Lehrmaterial an die Wände gemalt; Pfadfinder aus Schottland haben im Juli mit unseren Pfadfindern ein Camp organisiert und die  Giebelwand des Speisesaals mit farbenfrohen  Landkarten versehen

Jugendliche aus Irland  begeisterten unsere Kinder für Sport. Auch  Freunde aus Deutschland besuchten uns und waren recht beeindruckt von unseren Kindern. Ebenfalls war Jan ein deutscher Praktikant vor Ort und hat den Computerraum auf Vordermann gebracht. Ob die PC’s auch nach seinem Weggang weitergenutzt werden hängt davon ab, ob jemand von den Lehrern sich diesbezüglich weiterbilden kann.

Impressionen aus dem Jahre 2013

Und wieder ist die Schule gewachsen – 192 Kinder werden betreuut. Davon sind 110 Kinder Waisen oder Halbwaisen!

Auch die Freizeitclubs der Schule werden weiterhin gepflegt. Da wären Volleball, die Pfadfinder, Karate, die Tanzgruppe und natürlich der Singverein. Mit diesen Angeboten nimmt die Schule auch regelmässig an überregionalen Wettbewerben oder Treffen teil und freut sich natürlich auch über entsprechende Auszeichnungen und Anlässe. Z.B. wurde der Schulchor 3. unter 21 teilnehmenden Chören!

Neu wird jeweils in der Pause nicht nur Nshima (Polenta) abgegeben, sondern immer öfter auch Soyabrei.

Im Büro wurde die Decke erneuert und die Gebäude erhielten einen neuen Anstrich.

Die Barfuss-Schule ist nun umgeben vom Zaun um die ganze Fatima Kloster-Anlage. Somit sind die Wachmänner auch hier nachts unterwegs, so dass allfällige Diebe eher abgeschreckt werden.

Die Schule entwicklet sich – mittlerweilen werden 156 Kinder unterrichtet. Das 15 jährige Bestehen der Barfusschule wird mit einem grossen Fest zelebriert.

Herr Kazeze verlässt die Barfussschule und wird neu durch Schwester Margareth Mousonda ersetzt. Leider werden gleichzeitig auch zwei weitere vom Staat bezahlte Lehrer ersatzlos versetzt, so dass man sich entschliesst vorderhand auf die vom Staat bezahlten Lehrkräfte zu verzichten. Diese ständigen Wechsel wirken sich sehr störend auf den gesamten Betrieb aus und auch die Betreuung der Familien der Kinder stockt somit immer wieder.

Neue WC Anlagen werden gebaut, damit man unabhängig ist vom Wasser, das mal gepumpt wird, mal nicht.

Neu arbeitet Sr. Martha Mphanza in der Barfussschule. Sie übernimmt die organisatiorische Leitung der Schule und führt zusammen mit Sr. Gabrielle auch die Finanzen.

Franziska Dällenbach verlässt endgültig Sambia und die Schule wird offiziell übergeben. Die Leitung wird somit in die Hände von Herr Kazeze und Schwester Martha übergeben.

Übergabebesprechung vom 5. Oktober 2009.


Von links nach rechts; 
Sister Luci zuständig für die Finanzen in Ndola/Fatima,
Christine Schawalder Stiftungspräsidentin Barfussschule,
Sister Margret oberste Sister in Ndola/Fatima,
Franziska Dällenbach Gründerin der Barfussschule,
Sister Gabrielle Kontaktperson (deutsch sprechend) zur Stiftung Barfussschule

Impressionen aus dem Jahre 2009

Der bildungsmässige, gesundheitliche und soziale Zustand der neu eintretenden Schulkinder ist oft sehr erbärmlich. Darum gehört es zu unserem klar definierten Ziel, ihnen auch grundlegende Verhaltens- und Ernährungsregeln zu vermitteln und sie für Körperhygiene zu sensibilisieren. Im Hinblick auf die Aids-Problematik kommt der Gesundheitsvor- und – Führsorge eine besonders hohe Bedeutung zu.

Im April 2006 wurde das 10 jährige Jubiläum gefeiert. Über 60 ehemalige Schüler und Schülerinnen kamen in voller Sekundarschuluniform, um Teil des Festes zu sein. Die Dominikaner-Schwestern, Besucher aus der Schweiz, ehemalige Mitarbeiter und die Vertretung des Schulministeriums, viele Angehörige und Leute aus den umliegenden Dörfern, kurz über hundertfünfzig Gäste feierten mit.

Ein besonderer Höhepunkt war das staatliche Universitäts-Stipendium, welches Patson, ein ehemaliger Barfuss-schüler dieses Jahr erhielt.
Im Dezember 2006 konnten 22 ehemalige „Barfüssler“ die Hochschule abschliessen. Zudem beendete einer die Berufsausbildung als Schreiner und eine als Schneiderin. Weiter durften zwei früher unausgebildete Lehrer, dank Unterstützung, ihr Lehrerdiplom in Empfang nehmen. Als Dankeschön führen sie heute unsere Kinder in die Geheimnisse des ABCs ein.

93 Sekundarschüler wurden weiterhin unterstützt. In ihrer Freizeit kamen sie zur Schule, um für Ersatz- Uniformen, Schulhefte oder Seife zu arbeiten. Oft mussten ihre billigen Schuhe repariert oder ersetzt werden.

Es wurden 3 Waisen in der Farm beherbergt. Diese wird von Bertha, der Handarbeitslehrerin, geleitet. Sie gehörte zu unseren ersten Schülerinnen, war Vollwaise, und wurde damals im gleichen Haus von einer unserer Lehrkräfte betreut. Nach ihrem Lehrabschluss kam sie zu uns zurück, um andern Kindern ihre Unterstützung zu geben.

Unsere 4 Lehrkräfte, Schreiner, Schneiderin und 2 Köchinnen sind 8 Stunden pro Tag im Einsatz. Hausbesuche und Einzelberatungen, Fortbildung und Sport gehören dazu.

William war eines der grossen Sorgenkinder. Eine frühe Celebral-Malaria führte dazu, dass er stark lernbehindert war. Zudem ist er Legastheniker und darin kennt sich leider niemand aus. Hier, und im weiten Umkreis, gibt es keine Institution, welche  solche Kinder aufnimmt. So blieb er einstweilen in der Barfuss-Schule. Die 2 Mahlzeiten pro Tag und viel, viel Geduld zeigten doch winzige Erfolge.

Mit dem Erreichen des Pensionsalters von Werner Dällenbach im Februar 2005 kam der Vertrag mit der Bethlehem Mission automatisch zu einem Ende. Dällenbachs hatten sich nach reiflichen Überlegungen entschlossen, einstweilen in Fatima und den Dominican-Sisters zu bleiben, um weiterhin mit den lokalen Leuten an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten.

Dank Spenden, die früher zum grössten Teil über die Bethlehem Mission nach Sambia gelangten, war die Finanzierung des Schulbetriebes, sowie die Schulgelder und das Schulmaterial der Sekundarschüler sicher gestellt.

Mit der Auflösung des Vertrages mit der Bethlehem Mission war diese Geldquelle versiegt. Somit ist die Barfuss – Schule heute ausschliesslich auf private Unterstützung angewiesen. Sie lebt und fällt mit dieser Unterstützung! Doch seit dieser Zeit ist die Loyalität der Schweizerfreunde nicht gesunken und die Schule durfte weiter wachsen.

Von 24 Prüflingen der 7. Klasse wurden 21 in die Sekundarschule aufgenommen. Insgesamt wurden 93 ehemalige Barfuss-Schüler/innen in den Sekundarschulklassen achtes bis zwölftes Schuljahr unterstützt.

12 Sekundarschüler hatten im 2005 die Schule abgeschlossen und die meisten hatten eine Arbeit gefunden.

Die Kurse für Erwachsene werden neu an der staatlichen Primarschule Yengwe vermittelt, um die 2 kleinen Klassen zu vereinen.

Das Ende des Arbeitsvertrages mit der Bethlehem Mission und den Dominican Sisters rückte näher. Um das Fortbestehen der Schule zu gewährleisten, wurde im April ein Vorstand gegründet und ein Entwurf für die Statuten ausgearbeitet.

Einer der „grossen“ Spender kam zu Besuch Herr K. Kälin, Mitglied der Weissen Väter von Fribourg. Er besuchte die Barfuss-Schule im Auftrag der Organisation „Solidarität dritte Welt“ im Frühjahr 2004 in Fatima. Das erstellte ein Gutachten für weitere mögliche Spenden-Unterstützung fiel durchaus positiv aus. 

 In der 2. Vorstandssitzung im November wurde der überarbeitete Entwurf der Statuten genehmigt.

 Der Speisesaal aus den selbst hergestellten Hydroform-Bausteinen wurde fertig gestellt und die Küche konnte aus der Strohhütte ins gleiche Gebäude umgesiedelt werden.

Die Barfuss – Schüler und  Schülerinnen sind auch  an weiter entfernten Sekundarschulen willkommen. Sie sind entweder in einer Internats-Schule oder als Tagesschüler bei Verwandten untergebracht. Einige wohnen allein in gemieteten Zimmern.

Inzwischen hatten bereits 65 Schüler / innen die Prüfung an die weiterführende, staatliche Sekundarschule bestanden. Nach Möglichkeit werden diese Jugendlichen weiter unterstützt, wobei sie ihren Beitrag dazu selber auch zu leisten haben. Vor allem in den Schulferien kommen sie dann, um sich Schulgeld, Uniform, Schulmaterial und Lebensmittel zu erarbeiten. Sie helfen damit „ihrer“ ehemaligen Schule im Garten und auf den Feldern Gemüse, Mais und Erdnüsse zu pflanzen und zu ernten. Mit dem Ertrag kann wiederum die Schulküche beliefert werden.

 Seit Januar 2003 werden auch Kurse für Erwachsene aus den umliegenden Dörfern angeboten, damit sie lesen und schreiben lernen. Begonnen hat es mit acht Mütter, teilweise mit Babys auf den Rücken, die in den Schulbänken sitzen und das ABC lernen.

Es war möglich, die Kinder mit zwei Mahlzeiten täglich zu versorgen. Dällenbachs erkannten diese Notwendigkeit recht bald, weil viele Kinder zuhause nur eine Mahlzeit erhalten. – Besser ernährte Kinder lernen besser! Neben den üblichen Schulfächern wie Lesen, Rechnen, Schreiben etc. konnten die Schüler und Schülerinnen in Gartenbau und Aufforstung unterrichtet werden.
Eine Werkstatt wurde gebaut. Jugendliche können da ihre Handfertigkeit im Schuhe reparieren, Korbstühle herstellen und Holz bearbeiten trainieren. Im Schulplan ist ebenso das Kochen, Stricken, Nähen und Hauswirtschaft für Mädchen obligatorisch und für Buben freiwillig.

Einige von den Hilfslehrern konnten aufs Seminar geschickt werden und kamen später als ausgebildete Fachkräfte zur Barfuss-Schule zurück. Seit dem Jahr 2000 wurde der erste und ab 2002 der zweite ausgebildete Lehrer an der Schule vom Staat bezahlt. Und endlich wurde die Schule  vom Schulministerium voll anerkannt und registriert!

Seit November 2000 wurde der Schule eine Farm auf unbestimmte Zeit zur freien Verfügung überlassen. Dort werden Mais, Erdnüsse, Süsskartoffeln, Sonnenblumen und Casava für den Eigengebrauch und zum Verkauf angepflanzt. Die ersten beiden Ernten waren zufriedenstellend. Mit dem Erlös konnten Schulbücher und Schulgeld für einige Sekundarschüler bezahlt werden.

Das Farmhaus wurde zum Transitheim, dort werden 3-6 Waisen von einer Lehrperson betreut und erhalten so eine Zukunftschance.

Ein weiterer Schritt im Ausbildungsprogramm ist das Herstellen von Bausteinen aus komprimierter Erde und Zement. Die dazu benötigte Hydroform-Maschine war ein sehr hilfreiches Geschenk an die Schule aus Italien. Dank der steigenden Nachfrage wurde dieses Baumaterial zu einer guten Einnahmequelle.

Die Schülerzahl wuchs auf 140 an. Die ersten Schüler, die die Sekundarschul-Prüfung bestanden hatten, konnten an die Fatima Girls Sekundarschule übertreten. Fatima hat als Internats-Schule für Mädchen eine Tages-Schule für die Schulkinder aus der Umgebung installiert, da die Distanz zu anderen Schulen zu gross war. Somit konnten die besten Schüler der Barfuss-Schule in Fatima aufgenommen werden.

Im März 1996 wurde rund 25 km vom Stadtzentrum Ndola entfernt, in der Copperbelt Provinz, eine nicht staatliche Primarschule eröffnet.

Die Entstehung war das Resultat von 6 Jahren Sozialarbeit des Schweizer Ehepaars Franziska und Werner Dällenbach. Unter der Schirmherrschaft der Bethlehem Mission Immensee (CH) reisten die beiden 1990 nach Sambia aus.
Die Vertragspartner in Sambia waren der Bischof de Jong von Ndola und die Dominican Sisters. Einsatzort: Fatima Girls High School.

Zum Sozialeinsatz von Franziska Dällenbach gehörte unter anderem: Die Betreuung von kranken, behinderten und alten Menschen und Lebensmittelverteilung an unterernährte Kleinkinder sowie Mütterberatung. Immer wieder begegneten ihr viele Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Schule gehen konnten. Oft waren es Halb- oder Vollwaisen, welche bei ihren Verwandten untergebracht waren oder aus verarmten Familien stammten. Keiner konnte ihnen helfen das nötigte Schulgeld für Uniform, Schuhe und Schulmaterial zu bezahlen.

Immer wieder baten die Kinder oder deren Eltern um Unterstützung. Das alles brachte schlussendlich Franziska und ihre beiden Helfer, Kennedy und Anita, dazu, mit vielen Interviews die Situation zu analysieren und aufzuzeichnen. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage im Lande, fiel der Lebensstandard immer tiefer, die Volksgesundheit verschlechterte sich und die Möglichkeit eine Schulbildung zu erhalten wurde fast aussichtslos. Dafür nahm die Armut in den Familien gleichermassen zu. Dass Kinder am stärksten unter dieser Situation leiden, ist bekannt und deren Not macht sehr betroffen. Dällenbachs beschlossen deshalb, eine Schule zu eröffnen, die keine Uniform und keine Schuhe vorschreibt.

Die Idee der Barefoot Chisankano Communitiy School war geboren!

Als freie Gemeindeschule fiel sie nicht unter die Gesetze des sambischen Schulministeriums und benötigte weder Uniformen noch Schuhe. Die Schule hatte daher auch kein Anrecht auf staatliche Lehrkräfte.

Wertvolle Hilfe leistete dagegen das Kinderhilfswerk UNICEF. Es stellte das Knowhow, sowie dem Land angepasste Lehrpläne zur Verfügung und leistete wertvolle moralische Unterstützung. Nach intensiver Vorbereitung konnte die Schule am 4. März 1996 offiziell, in einem ein Gebäude, das ursprünglich zur Hühnerhaltung geplant war, mit 36 Kindern in 2 Klassen eröffnen werden.

Fragen

Im März 1996 wurde unter Führung von Franziska Dällenbach eine nicht staatliche Primarschule die Chisankano Community School, die Barfuss-Schule, eröffnet. Barfuss-Schule deshalb, weil hier die Kinder weder Schuhe noch Uniformen tragen müssen.

Kindern, oft sind es Halb- oder Vollwaisen, die bei ihren Verwandten untergebracht sind oder aus verarmten Familien stammen, soll eine Schulbildung ermöglicht werden. Niemand hilft ihnen, das nötigte Geld für Uniform, Schuhe und Schulmaterial für die staatliche Schule zu bezahlen.

Die liegt im afrikanischen Sambia. Genauer auf dem Gelände der Fatima Girls High School, einer kleineren Siedlung, 20 km ausserhalb von Ndola, der Provinzhauptstadt, die 320 km oder 4 Autostunden nördlich der Hauptstadt Lusaka entfernt liegt.

1. Wiederaufbau der möglicherweise abgebrochenen Brücke zur staatlichen Schule
2. Unterricht im Lesen, Schreiben und Rechnen
3. Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl für eine bessere Zukunft
4. Bekämpfung und Reduzierung der stark ansteigenden Jugendkriminalität indem die Jugendlichen in diversen traditionellen Handfertigkeiten ausgebildet werden
5. Verpflegung und Betreuung von den stark benachteiligten Kindern

Hauptsächlich wird die Schule durch private Spenden aus der Schweiz getragen, aber auch die Spenden, die manchmal aus Deutschland, Italien oder Irland eintreffen, helfen mit, die Schule am Leben zu erhalten. 
Die Schule setzt auch auf Selbsthilfe wie z.B. den Verkauf von Holzspielsachen, Holzschnitzereien, Stühle und Särge aus Eigenproduktion sowie Landwirtschaftsprodukte und Hydroformbausteine.
Zudem erwirtschaftet die Barfuss-Schule auf den dazugehörigen Feldern den nötigten Mais und das Gemüse für die Mahlzeiten. Die Feldarbeiten werden von Angehörigen der Kinder oder von Kindern im Sekundarschulalter geleistet. 9 Arbeitstage werden pro Jahr pro Kind verlangt, als Gegenleistung für eine gute Schulbildung.

Eine Werkstatt wurde gebaut. Jugendliche können da dem Schulplan entsprechend ein Handwerk erlernen wie Schuhmacher, Korbstühle herstellen und Schreinern.
Zusätzlich wurde eine Küche mit Speisesaal gebaut. Darin werden Kurse in Kochen, Stricken, Nähen und Hauswirtschaft angeboten.

Aktueller Jahresbericht (2018)

Barefoot Chisankano – ‘die etwas andere’Schule!

Liebe Freunde und Förderer,

Als Franziska Dällenbach 1996 mit den ersten 36 Kindern die Barfussschule eröffnete, da standen die Ziele fest: benachteiligten Mädchen und Jungen zu helfen; die Brücke zum offiziellen Erziehungswesen wieder herzustellen; Grundkenntnisse in lesen, schreiben und rechnen zu vermitteln; jungen Menschen zu helfen ein Selbstwertgefühl zu entwickeln. Diese Ziele sind auch heute noch ausschlaggebend für unsere Arbeit mit unseren Kindern. 

Lassen wir die Jungen und Mädchen selber zu Wort kommen:

 

Lungu

Meine Eltern sind tot und ich wohne bei meiner Tante.Aber mein Onkel kann michnicht leiden und sagt, dass ich eine Belastung für die Familie bin. Ich werde immerfort ausgeschimpft und habe keinen Frieden im Haus, egal wie sehr ich mich anstrenge. Dabei will ich doch lernen und später etwas Ordentliches machen. Nur in der Barfussschule bei meinen Lehrern und Freundinnen habe ich Frieden.

Mulenga:

Als meine Eltern gestorben waren hat meine Grosstante mich von der Luapula Provinz nach Kavu gebracht um mich in die Barfussschule zu schicken. Darüber bin ich sehr froh denn ich möchte ein besseres Leben haben und anderen helfen können. Es ist schwierig für mich genug zu essen zu finden, aber ich danke Gott weil ich jetzt lesen und schreiben kann.

Mwansa:

Mein Vater ist tot. Meine Mutter lebt in der Nord Provinz und konnte es sich nicht leisten mich in die Schule zu schicken.So kam ich zu meiner blinden Grossmutter. Sie geht auf die Strasse und bettelt um Hilfe. Jetzt bin ich in der Barfussschule und denke, dass das Leben sich bessern wird.

Mwamba

Meine Mutter starb als ich 14 Jahre alt war und mein Vater folgte ihr 2 Jahre späterJetzt lebe ich bei meiner Tante die blind und lahm ist. Ich bin so dankbar, dass ich in der Barfussschule lernen kann, denn das ist meine Chance für eine Ausbildung.

Musunga:  

Wir sind 8 Kinder in meiner Familie. Weil meine Eltern blind sind haben sie keineMöglichkeit mich in eine  Schule zu schicken wo Schulgeld, Uniform undSchuhe Vorschrift sind. Manchmal ist die Mahlzeit in der Barfussschule das Einzige das es zu essen gibt.

Mofya:

Ich bin der Jüngste von 7 Geschwistern und lebe bei meiner älteren Schwester. Meine Mutter starb als ich 2 Jahre alt war und mein Vater ist arbeitslos. Wir sind arm, aber durch die Barfussschule kann ich eine Schulbildung bekommen und wenn ich erwachsen bin, dann kann ich auch Dinge ändern. 

Chibuye:

Ich war ein paar Monate alt als mein Vater starb. Meine Mutter hatte eine schwere Zeit für uns 5 zu sorgen und oft vergingen Tage an denen wir nichts zu essen hatten. Als ich älter wurde wollte ich unbedingt in die Schule gehen, aber das war unmöglich. Dann erzählte jemand meiner Mutter von der Barfussschule. Hier wurde ich nicht nur liebevoll aufgenommen, ich bekam auch die Gelegenheit das Leben anders zu sehen und mit anderen Kindern zusammen zu sein. Wenn ich zurückschaue, dann sehe ich Kummer und Schmerzen, doch jetzt sehe ich zuversichtlich in die Zukunft.  Danke Barefoot und Dank allen die diese Schule möglich machen

Mulenga:

Unser Leben stürzte zusammen als der Vater starb. Die Verwandten wollten uns nicht aufnehmen und unsere Mutter konnte uns nicht alle versorgen. So kamen meine kleine Schwester und ich zu unserer Grossmutter und sind froh in die Barfussschule gehen zu können. Aber es ist schwierig Hausaufgaben zu machen, denn meine Grossmutter meint dann, dass ich faul bin und nicht arbeiten will. Um des lieben Friedens willen tue ich alle Hausarbeit, auch wenn ich dann nicht so viel für die Schule tun kann. Aber ich bin sicher, dass ich im Leben erfolgreich sein werde, denn diese Schule ist eine Säule der Hoffnung und eine Quelle des Trostes. Gott segne sie.

Das Programm in Community Schools läuft für vier Jahre. Nach der 4. Stufe schreiben unsere Kinder die nationale Abschlussprüfung der Grundschulen in der benachbarten Yengwe Schule. In den vergangenen Jahren haben alle unsere Schüler/innen diese Prüfung bestanden und sind in die 8. Klasse der Yengwe Schule aufgenommen worden. Damit sind sie eingegliedert in das normale Erziehungswesen. Allerdings wird in diesen Schulen Schulgeld verlangt. Da die Barfüssler durchweg aus armen Verhältnissen kommen hilft die Barfussschule aus, und bezahlt das Schulgeld bis zur 9. Klasse. Danach findet wieder ein nationales Auslese Examen statt, das die jungen Menschen für die dreijährige weiterführende Sekundarschule qualifiziert. Mit dem Abschluss der 9. Klasse haben sie ein Fundament auf dem sie aufbauen können. Manchmal finden sich dann auch Verwandte, die weiter helfen.

Durch eure grosszügige Hilfe war es in diesem Jahr möglich fünf Mädchen und neun Jungen die Sekundarschule zu sponsern. Auch studieren drei unserer Ehemaligen an der Universität und bereiten sich auf den Lehrberuf vor. Währen der Semesterferien kommen sie immer zur Barfussschule und helfen mit allen anfallenden Arbeiten, sei es pflanzen oder Unkraut jäten, putzen oder anstreichen, oder Nachhilfe Unterricht geben!

Was Franziska Dällenbach vor über 22 Jahren anfing, lebt weiter mit Hilfe unserer Freunde und Förderer. Unsere jungen Leute sind ein beredtes Zeugnis dafür. Im Namen aller in der Barfuss Chisankano Community School sagen wir ein herzliches Danke und wünschen Ihnen Gottes Schutz und Segen.  

Sr. Gabrielle OP.

Archiv aller Jahresberichte

Interviews & Presse

Interviews

Interview mit Shadrick Chileshe

Lehrer der Barfuss Chisankano Community Schule

Nov 2013

Interview mit Rosary

Schülerin 13 Jahre, 3. Klasse

Nov 2013

Interview mit Peter

Schüler 17 Jahre, 3. Klasse

Nov 2013

Interview mit Isaak Miselo

Lehrer der Barfuss Chisankano Community Schule

Nov 2013

Interview mit Esther Muleba

Lehrerin der Barfuss Chisankano Community Schule

Nov 2013

 

Interview mit Denis

Schüler 16 Jahre, 3. Klasse

Nov 2013

Interview mit Christa (Gift)

Schülerin 16 Jahre, 3. Klasse

Nov 2013

Interview mit Grace Katoka

Lehrerin der Barfuss Chisankano Community Schule

Nov 2013

Interview mit Sr. Martha Mpanza

Direktorin der Barfuss Chisankano Community Schule

Nov 2012

Presse

St. Galler Tagblatt 19.11.2013

Besuch von zwei Barfuss-Schule Lehrer in der Schweiz

Aroser Zeitung 13.09.2013

Benefizkonzert für die Barfuss-Schule in Arosa

Bericht aus ‘Wir Eltern’
02/2008

über Sana Nigg

Persönliche Erlebnisse

Eindrücke und Begebnisse

anlässlich des Besuchs vom Stiftungsmitglied Simone Schawalder
Nov. 2013

Besuch von Dr. Anna Neuenschwander

Teil 1 & 2
 Aug. 2008

Besuch von Dr. Anna Neuenschwander

Teil 3
 Sept. 2008