Geschichte
Die Schüler- und Schülerinnenzahlen im 2025
Level 1 – 16 Girls – 23 Boys
Level 2 – 09 Girls – 19 Boys
Level 3 – 14 Girls – 17 Boys
Level 4 – 08 Girls – 13 Boys
Total – 47 Girls – 72 Boys = 119 Schulkinder
Die Barfuss-Schule erhält ein Auto. ½ wird durch die Stiftung bezahlt, der andere Teil übernimmt https://www.miva.at Damit können die Lehrpersonen nun die Mittwochsbesuche vertiefen und auch gelegentliche Einkäufe oder gar Arztbesuche sind nun möglich.
Als weiteres Highligt wird die Solaranlage auf dem Dach für den Computerunterricht in Betrieb genommen:
Franziska Dällebach und Christine Schawalder besuchen die Barfussschule im Herbst. Dabei wird die weitere kommunikation geklärt und wir lernen Sr. Susan Mwamba die neue Leiterin der Barfuss-Schule kennen.
Wir sind froh dass wir uns so kennenlernen durften und die regelmässigen Austausche fachliche weiterhin in guten Händen sind.
Die Ernte auf dem Schulgelände ist sehr erfolgreich 9 Säcke Erdnüsse und 64 Säcke Mais werden geerntet.
Im Sommer werden die Mittwochsbesuche bei den Kindern zu Hause durch die Lehrer nach der Covidpause wieder aufgenommen. Die Lehrer gehen dabei in die bis zu 12km entfernten Siedlungen um die Familien zu besuchen.
Im November verlässt uns von Sr. Gabrielle Wilms. Wir sind Dankbar für alle die Jahre wo Sr. Gabrielle unsere Verbindung zur Barfussschule war.
So auch hier bei einem schweizer Besuch zusammen mit Franziska Dällenbach und Christine Schawalder am sinnieren über die Zukunft.
25 Jahre Barefoot! Natürlich wird das gefeiert mit Diplomen, Musizieren, Sportlichen Wettkämpfen und wie üblich mit Singen und Tanzen.
Ein besonderer Schulausflug findet statt. In zwei Gruppen dürfen die Kinder mit dem Bus in den Nsobe Wildpark.
Die Kinder erleben dass nicht jede Schlange giftig ist und sehen Giraffen und Antilopen aus der Nähe.
Dank dem Erlös aus dem Strick-Projekt in Arosa konnten an der Barfuss-Schule die ersten Sonnenkollektoren für die Wasserpumpen in Betrieb genommen werden. Somit haben die Stromausfälle keine Auswirkung mehr und die Wasserpumpen können stets arbeiten.
Die Barfuss-Schule feiert das 20-jährige Jubiläum. Am grossen Jubiläumsfest haben nicht nur ehemalige Schüler und Schülerinnne teilgenommen, sondern auch Fraunziska Dällenbach ist dafür nach Afrika gereist.
Ebenso wurde in diesem Jahr ein eigener Wasserturm gebaut. Damit ist die Barfussschule nun unabhängig vom Convent. So wurde das erste Mal neben der Schule ein ganzes Feld Tomaten angebaut. Sie sind eine willkommene Abwechslung zum Ntschima (Maisbrei). Bei einer Überproduktion kann sogar ein Teil der Erne verkauft werden.
20 Jahre Barfussschule (2016)























In Sambia fanden, nach dem plötzlichen Tod vom amtierenden Präsidenten, Wahlen statt. Das Einholen der Stimmzettel gestaltete sich, jetzt in der Regenzeit, als ein schwieriges Unterfangen, da die Strassen in die entlegensten Teile oft nicht passierbar sind. Für uns, in der Schweiz, im Computerzeitalter ist dies nicht mehr vorstellbar. Inzwischen ist klar geworden, dass von den 11 Kandidaten Edgar Lungu das Rennen gemacht hat. Leider, fast natürlich in Afrika, wurden die Wahlen von Betrugsvorwürfen überschattet, welche sofort von der Gegenpartei widerlegt worden sind. Mit dem neuen Präsidenten wünschen wir Sambia, dass das Land einer ruhigen Zeit entgegen blicken darf.
Die Barfussschule hat nun mit 208 Kindern ein neues Rekordjahr erlebt und platzt damit eigentlich aus allen Nähten. Das heisst die 5 Klassenzimmer sind damit übervoll.
Aus Sicht der Stiftung war es sicher ein wichtiges Jahr, konnte doch Simone Schawalder die Schule besuchen und sich vor Ort überzeugen, dass die Leitung bei Sr. Martha in guten Händen ist. Die Schule wird nach wie vor im Sinne von Frau Dällenbach geführt.
Auch weitere Besuche gehören zum Alltag. Im 2013 waren das eine Jugendgruppe aus Minnesota, USA war im Juni bei uns und hat in der Halle und in einem Klassenzimmer Lehrmaterial an die Wände gemalt; Pfadfinder aus Schottland haben im Juli mit unseren Pfadfindern ein Camp organisiert und die Giebelwand des Speisesaals mit farbenfrohen Landkarten versehen
Jugendliche aus Irland begeisterten unsere Kinder für Sport. Auch Freunde aus Deutschland besuchten uns und waren recht beeindruckt von unseren Kindern. Ebenfalls war Jan ein deutscher Praktikant vor Ort und hat den Computerraum auf Vordermann gebracht. Ob die PC’s auch nach seinem Weggang weitergenutzt werden hängt davon ab, ob jemand von den Lehrern sich diesbezüglich weiterbilden kann.
Impressionen aus dem Jahre 2013













Und wieder ist die Schule gewachsen – 192 Kinder werden betreuut. Davon sind 110 Kinder Waisen oder Halbwaisen!
Auch die Freizeitclubs der Schule werden weiterhin gepflegt. Da wären Volleball, die Pfadfinder, Karate, die Tanzgruppe und natürlich der Singverein. Mit diesen Angeboten nimmt die Schule auch regelmässig an überregionalen Wettbewerben oder Treffen teil und freut sich natürlich auch über entsprechende Auszeichnungen und Anlässe. Z.B. wurde der Schulchor 3. unter 21 teilnehmenden Chören!
Neu wird jeweils in der Pause nicht nur Nshima (Polenta) abgegeben, sondern immer öfter auch Soyabrei.
Im Büro wurde die Decke erneuert und die Gebäude erhielten einen neuen Anstrich.
Die Barfuss-Schule ist nun umgeben vom Zaun um die ganze Fatima Kloster-Anlage. Somit sind die Wachmänner auch hier nachts unterwegs, so dass allfällige Diebe eher abgeschreckt werden.
Die Schule entwicklet sich – mittlerweilen werden 156 Kinder unterrichtet. Das 15 jährige Bestehen der Barfusschule wird mit einem grossen Fest zelebriert.
Herr Kazeze verlässt die Barfussschule und wird neu durch Schwester Margareth Mousonda ersetzt. Leider werden gleichzeitig auch zwei weitere vom Staat bezahlte Lehrer ersatzlos versetzt, so dass man sich entschliesst vorderhand auf die vom Staat bezahlten Lehrkräfte zu verzichten. Diese ständigen Wechsel wirken sich sehr störend auf den gesamten Betrieb aus und auch die Betreuung der Familien der Kinder stockt somit immer wieder.
Neue WC Anlagen werden gebaut, damit man unabhängig ist vom Wasser, das mal gepumpt wird, mal nicht.
Neu arbeitet Sr. Martha Mphanza in der Barfussschule. Sie übernimmt die organisatiorische Leitung der Schule und führt zusammen mit Sr. Gabrielle auch die Finanzen.
Franziska Dällenbach verlässt endgültig Sambia und die Schule wird offiziell übergeben. Die Leitung wird somit in die Hände von Herr Kazeze und Schwester Martha übergeben.
Übergabebesprechung vom 5. Oktober 2009.
Von links nach rechts;
Sister Luci zuständig für die Finanzen in Ndola/Fatima,
Christine Schawalder Stiftungspräsidentin Barfussschule,
Sister Margret oberste Sister in Ndola/Fatima,
Franziska Dällenbach Gründerin der Barfussschule,
Sister Gabrielle Kontaktperson (deutsch sprechend) zur Stiftung Barfussschule
Impressionen aus dem Jahre 2009








Der bildungsmässige, gesundheitliche und soziale Zustand der neu eintretenden Schulkinder ist oft sehr erbärmlich. Darum gehört es zu unserem klar definierten Ziel, ihnen auch grundlegende Verhaltens- und Ernährungsregeln zu vermitteln und sie für Körperhygiene zu sensibilisieren. Im Hinblick auf die Aids-Problematik kommt der Gesundheitsvor- und – Führsorge eine besonders hohe Bedeutung zu.
Im April 2006 wurde das 10 jährige Jubiläum gefeiert. Über 60 ehemalige Schüler und Schülerinnen kamen in voller Sekundarschuluniform, um Teil des Festes zu sein. Die Dominikaner-Schwestern, Besucher aus der Schweiz, ehemalige Mitarbeiter und die Vertretung des Schulministeriums, viele Angehörige und Leute aus den umliegenden Dörfern, kurz über hundertfünfzig Gäste feierten mit.
Ein besonderer Höhepunkt war das staatliche Universitäts-Stipendium, welches Patson, ein ehemaliger Barfuss-schüler dieses Jahr erhielt.
Im Dezember 2006 konnten 22 ehemalige „Barfüssler“ die Hochschule abschliessen. Zudem beendete einer die Berufsausbildung als Schreiner und eine als Schneiderin. Weiter durften zwei früher unausgebildete Lehrer, dank Unterstützung, ihr Lehrerdiplom in Empfang nehmen. Als Dankeschön führen sie heute unsere Kinder in die Geheimnisse des ABCs ein.
93 Sekundarschüler wurden weiterhin unterstützt. In ihrer Freizeit kamen sie zur Schule, um für Ersatz- Uniformen, Schulhefte oder Seife zu arbeiten. Oft mussten ihre billigen Schuhe repariert oder ersetzt werden.
Es wurden 3 Waisen in der Farm beherbergt. Diese wird von Bertha, der Handarbeitslehrerin, geleitet. Sie gehörte zu unseren ersten Schülerinnen, war Vollwaise, und wurde damals im gleichen Haus von einer unserer Lehrkräfte betreut. Nach ihrem Lehrabschluss kam sie zu uns zurück, um andern Kindern ihre Unterstützung zu geben.
Unsere 4 Lehrkräfte, Schreiner, Schneiderin und 2 Köchinnen sind 8 Stunden pro Tag im Einsatz. Hausbesuche und Einzelberatungen, Fortbildung und Sport gehören dazu.
William war eines der grossen Sorgenkinder. Eine frühe Celebral-Malaria führte dazu, dass er stark lernbehindert war. Zudem ist er Legastheniker und darin kennt sich leider niemand aus. Hier, und im weiten Umkreis, gibt es keine Institution, welche solche Kinder aufnimmt. So blieb er einstweilen in der Barfuss-Schule. Die 2 Mahlzeiten pro Tag und viel, viel Geduld zeigten doch winzige Erfolge.
Mit dem Erreichen des Pensionsalters von Werner Dällenbach im Februar 2005 kam der Vertrag mit der Bethlehem Mission automatisch zu einem Ende. Dällenbachs hatten sich nach reiflichen Überlegungen entschlossen, einstweilen in Fatima und den Dominican-Sisters zu bleiben, um weiterhin mit den lokalen Leuten an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten.
Dank Spenden, die früher zum grössten Teil über die Bethlehem Mission nach Sambia gelangten, war die Finanzierung des Schulbetriebes, sowie die Schulgelder und das Schulmaterial der Sekundarschüler sicher gestellt.
Mit der Auflösung des Vertrages mit der Bethlehem Mission war diese Geldquelle versiegt. Somit ist die Barfuss – Schule heute ausschliesslich auf private Unterstützung angewiesen. Sie lebt und fällt mit dieser Unterstützung! Doch seit dieser Zeit ist die Loyalität der Schweizerfreunde nicht gesunken und die Schule durfte weiter wachsen.
Von 24 Prüflingen der 7. Klasse wurden 21 in die Sekundarschule aufgenommen. Insgesamt wurden 93 ehemalige Barfuss-Schüler/innen in den Sekundarschulklassen achtes bis zwölftes Schuljahr unterstützt.
12 Sekundarschüler hatten im 2005 die Schule abgeschlossen und die meisten hatten eine Arbeit gefunden.
Die Kurse für Erwachsene werden neu an der staatlichen Primarschule Yengwe vermittelt, um die 2 kleinen Klassen zu vereinen.
Das Ende des Arbeitsvertrages mit der Bethlehem Mission und den Dominican Sisters rückte näher. Um das Fortbestehen der Schule zu gewährleisten, wurde im April ein Vorstand gegründet und ein Entwurf für die Statuten ausgearbeitet.
Einer der „grossen“ Spender kam zu Besuch Herr K. Kälin, Mitglied der Weissen Väter von Fribourg. Er besuchte die Barfuss-Schule im Auftrag der Organisation „Solidarität dritte Welt“ im Frühjahr 2004 in Fatima. Das erstellte ein Gutachten für weitere mögliche Spenden-Unterstützung fiel durchaus positiv aus.
In der 2. Vorstandssitzung im November wurde der überarbeitete Entwurf der Statuten genehmigt.
Der Speisesaal aus den selbst hergestellten Hydroform-Bausteinen wurde fertig gestellt und die Küche konnte aus der Strohhütte ins gleiche Gebäude umgesiedelt werden.
Die Barfuss – Schüler und Schülerinnen sind auch an weiter entfernten Sekundarschulen willkommen. Sie sind entweder in einer Internats-Schule oder als Tagesschüler bei Verwandten untergebracht. Einige wohnen allein in gemieteten Zimmern.
Inzwischen hatten bereits 65 Schüler / innen die Prüfung an die weiterführende, staatliche Sekundarschule bestanden. Nach Möglichkeit werden diese Jugendlichen weiter unterstützt, wobei sie ihren Beitrag dazu selber auch zu leisten haben. Vor allem in den Schulferien kommen sie dann, um sich Schulgeld, Uniform, Schulmaterial und Lebensmittel zu erarbeiten. Sie helfen damit „ihrer“ ehemaligen Schule im Garten und auf den Feldern Gemüse, Mais und Erdnüsse zu pflanzen und zu ernten. Mit dem Ertrag kann wiederum die Schulküche beliefert werden.
Seit Januar 2003 werden auch Kurse für Erwachsene aus den umliegenden Dörfern angeboten, damit sie lesen und schreiben lernen. Begonnen hat es mit acht Mütter, teilweise mit Babys auf den Rücken, die in den Schulbänken sitzen und das ABC lernen.
Es war möglich, die Kinder mit zwei Mahlzeiten täglich zu versorgen. Dällenbachs erkannten diese Notwendigkeit recht bald, weil viele Kinder zuhause nur eine Mahlzeit erhalten. – Besser ernährte Kinder lernen besser! Neben den üblichen Schulfächern wie Lesen, Rechnen, Schreiben etc. konnten die Schüler und Schülerinnen in Gartenbau und Aufforstung unterrichtet werden.
Eine Werkstatt wurde gebaut. Jugendliche können da ihre Handfertigkeit im Schuhe reparieren, Korbstühle herstellen und Holz bearbeiten trainieren. Im Schulplan ist ebenso das Kochen, Stricken, Nähen und Hauswirtschaft für Mädchen obligatorisch und für Buben freiwillig.
Einige von den Hilfslehrern konnten aufs Seminar geschickt werden und kamen später als ausgebildete Fachkräfte zur Barfuss-Schule zurück. Seit dem Jahr 2000 wurde der erste und ab 2002 der zweite ausgebildete Lehrer an der Schule vom Staat bezahlt. Und endlich wurde die Schule vom Schulministerium voll anerkannt und registriert!
Seit November 2000 wurde der Schule eine Farm auf unbestimmte Zeit zur freien Verfügung überlassen. Dort werden Mais, Erdnüsse, Süsskartoffeln, Sonnenblumen und Casava für den Eigengebrauch und zum Verkauf angepflanzt. Die ersten beiden Ernten waren zufriedenstellend. Mit dem Erlös konnten Schulbücher und Schulgeld für einige Sekundarschüler bezahlt werden.
Das Farmhaus wurde zum Transitheim, dort werden 3-6 Waisen von einer Lehrperson betreut und erhalten so eine Zukunftschance.
Ein weiterer Schritt im Ausbildungsprogramm ist das Herstellen von Bausteinen aus komprimierter Erde und Zement. Die dazu benötigte Hydroform-Maschine war ein sehr hilfreiches Geschenk an die Schule aus Italien. Dank der steigenden Nachfrage wurde dieses Baumaterial zu einer guten Einnahmequelle.
Die Schülerzahl wuchs auf 140 an. Die ersten Schüler, die die Sekundarschul-Prüfung bestanden hatten, konnten an die Fatima Girls Sekundarschule übertreten. Fatima hat als Internats-Schule für Mädchen eine Tages-Schule für die Schulkinder aus der Umgebung installiert, da die Distanz zu anderen Schulen zu gross war. Somit konnten die besten Schüler der Barfuss-Schule in Fatima aufgenommen werden.
Im März 1996 wurde rund 25 km vom Stadtzentrum Ndola entfernt, in der Copperbelt Provinz, eine nicht staatliche Primarschule eröffnet.
Die Entstehung war das Resultat von 6 Jahren Sozialarbeit des Schweizer Ehepaars Franziska und Werner Dällenbach. Unter der Schirmherrschaft der Bethlehem Mission Immensee (CH) reisten die beiden 1990 nach Sambia aus.
Die Vertragspartner in Sambia waren der Bischof de Jong von Ndola und die Dominican Sisters. Einsatzort: Fatima Girls High School.
Zum Sozialeinsatz von Franziska Dällenbach gehörte unter anderem: Die Betreuung von kranken, behinderten und alten Menschen und Lebensmittelverteilung an unterernährte Kleinkinder sowie Mütterberatung. Immer wieder begegneten ihr viele Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Schule gehen konnten. Oft waren es Halb- oder Vollwaisen, welche bei ihren Verwandten untergebracht waren oder aus verarmten Familien stammten. Keiner konnte ihnen helfen das nötigte Schulgeld für Uniform, Schuhe und Schulmaterial zu bezahlen.
Immer wieder baten die Kinder oder deren Eltern um Unterstützung. Das alles brachte schlussendlich Franziska und ihre beiden Helfer, Kennedy und Anita, dazu, mit vielen Interviews die Situation zu analysieren und aufzuzeichnen. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage im Lande, fiel der Lebensstandard immer tiefer, die Volksgesundheit verschlechterte sich und die Möglichkeit eine Schulbildung zu erhalten wurde fast aussichtslos. Dafür nahm die Armut in den Familien gleichermassen zu. Dass Kinder am stärksten unter dieser Situation leiden, ist bekannt und deren Not macht sehr betroffen. Dällenbachs beschlossen deshalb, eine Schule zu eröffnen, die keine Uniform und keine Schuhe vorschreibt.
Die Idee der Barefoot Chisankano Communitiy School war geboren!
Als freie Gemeindeschule fiel sie nicht unter die Gesetze des sambischen Schulministeriums und benötigte weder Uniformen noch Schuhe. Die Schule hatte daher auch kein Anrecht auf staatliche Lehrkräfte.
Wertvolle Hilfe leistete dagegen das Kinderhilfswerk UNICEF. Es stellte das Knowhow, sowie dem Land angepasste Lehrpläne zur Verfügung und leistete wertvolle moralische Unterstützung. Nach intensiver Vorbereitung konnte die Schule am 4. März 1996 offiziell, in einem ein Gebäude, das ursprünglich zur Hühnerhaltung geplant war, mit 36 Kindern in 2 Klassen eröffnen werden.
Fragen
Im März 1996 wurde unter Führung von Franziska Dällenbach eine nicht staatliche Primarschule die Chisankano Community School, die Barfuss-Schule, eröffnet. Barfuss-Schule deshalb, weil hier die Kinder weder Schuhe noch Uniformen tragen müssen.
Kindern, oft sind es Halb- oder Vollwaisen, die bei ihren Verwandten untergebracht sind oder aus verarmten Familien stammen, soll eine Schulbildung ermöglicht werden. Niemand hilft ihnen, das nötigte Geld für Uniform, Schuhe und Schulmaterial für die staatliche Schule zu bezahlen.
Die liegt im afrikanischen Sambia. Genauer auf dem Gelände der Fatima Girls High School, einer kleineren Siedlung, 20 km ausserhalb von Ndola, der Provinzhauptstadt, die 320 km oder 4 Autostunden nördlich der Hauptstadt Lusaka entfernt liegt.
1. Wiederaufbau der möglicherweise abgebrochenen Brücke zur staatlichen Schule
2. Unterricht im Lesen, Schreiben und Rechnen
3. Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl für eine bessere Zukunft
4. Bekämpfung und Reduzierung der stark ansteigenden Jugendkriminalität indem die Jugendlichen in diversen traditionellen Handfertigkeiten ausgebildet werden
5. Verpflegung und Betreuung von den stark benachteiligten Kindern
Hauptsächlich wird die Schule durch private Spenden aus der Schweiz getragen, aber auch die Spenden, die manchmal aus Deutschland, Italien oder Irland eintreffen, helfen mit, die Schule am Leben zu erhalten.
Die Schule setzt auch auf Selbsthilfe wie z.B. den Verkauf von Holzspielsachen, Holzschnitzereien, Stühle und Särge aus Eigenproduktion sowie Landwirtschaftsprodukte und Hydroformbausteine.
Zudem erwirtschaftet die Barfuss-Schule auf den dazugehörigen Feldern den nötigten Mais und das Gemüse für die Mahlzeiten. Die Feldarbeiten werden von Angehörigen der Kinder oder von Kindern im Sekundarschulalter geleistet. 9 Arbeitstage werden pro Jahr pro Kind verlangt, als Gegenleistung für eine gute Schulbildung.
Eine Werkstatt wurde gebaut. Jugendliche können da dem Schulplan entsprechend ein Handwerk erlernen wie Schuhmacher, Korbstühle herstellen und Schreinern.
Zusätzlich wurde eine Küche mit Speisesaal gebaut. Darin werden Kurse in Kochen, Stricken, Nähen und Hauswirtschaft angeboten.
Aktueller Jahresbericht (2024)
Liebe Freunde und Partner,
Wir freuen uns, euch den diesjährigen Bericht zu präsentieren mit den Aktivitäten der Barefoot Chisankano Community School vom vergangenen Jahr. Die fortlaufende Unterstützung durch euch, war entscheidend dafür, dass wir weiterhin qualitativ hochwertige Bildung für die benachteiligten Kinder anbieten können.

Wöchentliches Meeting aller Klassen
Die wöchentlichen Schulversammlungen, eine Tradition, fanden jeden Dienstagmorgen statt. Besonders dabei war, dass jede Klassenstufe wöchentlich Präsentationen durchführte, die sowohl lehrreich als auch unterhaltsam waren.

Teilnahme an der Jubiläumsfeier
Am 25. Mai 2024 nahm unsere Schule stolz an der Jugendfeier in der Fatima Girls Secondary School teil. Unsere Schüler zeigten ihr Können im Bereich des traditionellen Tanzes und der Poesie und beeindruckten in beiden Kategorien. Ihre herausragende Leistung in der Poesie-Kategorie für Gemeinschaftsschulen brachte ihnen verdientermassen einen Pokal ein. Es war ein freudiges und inspirierendes Ereignis, dass das Talent unserer Jungen und Mädchen hervorgebracht hat.



Eröffnungsmesse für das zweite Trimester 2024
Das zweite Trimester 2024 begann mit einer feierlichen Eröffnungsmesse am 1. Juni. Die Messe wurde von unserem Schulkaplan, Pater Andrew Chapewa, zelebriert, der uns Dankbarkeit und Freude am Geschenk unserer Schulgemeinschaft vermittelte. Am selben Tag segnete er sogar auch unser neues Fahrzeug, das von euch und MIVA Österreich grosszügig gespendet wurde. Dieser Moment war ein bedeutender Meilenstein für unsere Schule. Vielen Dank dafür.

Praktische Projekte in der Hauswirtschaft
Unsere Schüler nahmen an drei praktischen Projekten teil, wobei jede Stufe eine eigene Herausforderung übernahm. Die Schüler der zweiten Stufe stellten Etui für die Schreibstifte her, die der dritten Stufe fertigten Schürzen an, und die der vierten Stufe widmeten sich der wichtigen Aufgabe, Damenbinden zu produzieren.
Diese praktischen Projekte entwickelten nicht nur die handwerklichen Fähigkeiten unserer Schüler, sondern betonten auch die Bedeutung von Kreativität und Einfallsreichtum.


Glauben teilen
Als eine auf Glauben basierende Institution legt die Barefoot School grossen Wert auf die spirituelle und menschliche Entwicklung unserer Schüler. Jeden Mittwoch findet Unterricht zum Glauben statt, an denen sowohl Katholiken als auch Nicht-Katholiken teilnehmen. Unser Ziel ist es, die Schüler zu fördern und moralische Werte in ihren Alltag zu integrieren.
Schulische Leistung
Die Schüler der vierten Stufe haben in diesem Trimester eine Probeklausur geschrieben, und ich freue mich, berichten zu können, dass sie äusserst gut abgeschnitten haben. Ihr Erfolg spiegelt die Unterstützung durch unsere Lehrer und die akademische Grundlage, die unsere Schule bietet. Dieses Ergebnis ist ein positiver Teil für die kommenden Prüfungen, und wir sind zuversichtlich, dass sie weiterhin gute Leistungen bringen werden.
Ernährung
Auch in diesem Trimester konnten unsere Kinden in der Schule verpflegt werden. Täglich gab es Nschima, unser traditionelles Maisgericht, frisches Gemüse, Sojaprodukte, Eier und zu besonderen Anlässen Hühnchen. Die Schüler schätzen die nahrhaften Mahlzeiten, die die Köchin jeden Tag frisch zubereitet.


Schulgartenprogramm und Ernte
Unser Schulgarten gedeiht weiterhin und vermittelt den Schülern wertvolle Lektionen in Landwirtschaft. Aufgrund der verzögerten Mais-Trocknung wurde die Ernte von Mais und Erdnüssen auf das zweite Trimester verschoben. Wir sind dankbar, dass wir trotz einer schlechten Regenzeit eine reiche Ernte hatten. Wir haben stolz 81 Säcke Mais geerntet, was das Engagement und die harte Arbeit unserer Schüler widerspiegelt. Der Mais trägt nicht nur zur Nahrungsversorgung unserer Schule bei, sondern betont auch die Bedeutung der Selbstversorgung.

Herausforderungen
Trotz unserer Erfolge sind wir in diesem Trimester mit einigen bedeutenden Herausforderungen konfrontiert worden. Aufgrund einer schlechten Regenzeit erlebt unser Land häufige Stromausfälle. Dies hat auch zu Wasserknappheit geführt, da die Stromausfälle unsere Möglichkeit beeinträchtigt, Wasser zu pumpen. Wir glauben, dass die Installation einer weiteren Solarpumpe die beste Lösung wäre, um eine konstante Wasserversorgung für unsere Schule sicherzustellen.
Unterstützung und Spenden
Unsere Lehrer zeigten weiterhin Hingabe und gute Arbeit. Sie sind stets für unsere Schüler da, auch wenn sie über ihre Pflichten hinausgingen.
Wir hatten das Glück, Besucher aus Deutschland zu empfangen, die grosszügig zwei Bälle und 37 Taschen für Schulbücher unseren Schüler spendeten. Die Geschenke freuten unseren Schülern.

Dankbarkeit an unsere Spender
Abschliessend möchten wir unseren Spendern einen grossen Dank aussprechen. Eure Unterstützung ist entscheidend, um weiterhin gute Bildung für unsere Schüler anbieten zu können. Wir sind tief dankbar für eure Grosszügigkeit für unsere Schule die schlussendlich den Kindern zugutekommt. Wir danken euch von Herzen für eure fortwährende Unterstützung, die Vieles möglich macht.
Herzliche Grüsse voller Liebe und Frieden an euch alle!
Sr. Susan Mwamba
Archiv aller Jahresberichte
Interviews & Presse
Interviews

Presse
St. Galler Tagblatt 19.11.2013
Besuch von zwei Barfuss-Schule Lehrer in der Schweiz
Benefizkonzert für die Barfuss-Schule in Arosa
Bericht aus ‚Wir Eltern‘
02/2008
über Sana Nigg
Persönliche Erlebnisse
anlässlich des Besuchs vom Stiftungsmitglied Simone Schawalder
Nov. 2013
Besuch von Dr. Anna Neuenschwander
Teil 1 & 2
Aug. 2008
Besuch von Dr. Anna Neuenschwander
Teil 3
Sept. 2008